Alles rund ums Tragen


Unsere Babys sind von Natur aus Traglinge.

Ihr Wunsch nach Nähe und Geborgenheit ist tief in ihnen verwurzelt und stammt noch aus der Steinzeit - also aus einer Zeit, in der es für jeden Säugling den sicheren Tod bedeutet hätte, wäre er unbeaufsichtigt irgendwo abgelegt worden.

Dieser Instinkt ist verantwortlich für das sogenannte "Kontaktweinen" - Baby ist satt, sauber und müde und fängt doch an zu weinen, sobald es abgelegt wird.

Manche jungen Eltern kommen irgendwann an ihre Grenzen, weil sie das Weinen ihres Babys nicht deuten können und vielleicht auch noch die wohlmeinende Oma, Nachbarin, Freundin (...) vor einem Verwöhnen des Nachwuchses durch zu häufiges Herumtragen oder "Im-Elternbett-Schlafen" warnt...

Meist setzt die Entspannung bei Eltern UND Kind schon ein, wenn die Zusammenhänge klarwerden.

Das Tragen entspricht dem Baby in jeder Hinsicht und unterstützt und fördert es in seiner physischen und psychischen Entwicklung.

Darüber hinaus stelle ich im Rahmen der Trageberatung immer wieder fest, dass auch eine spontan und zum (ersehnten) Termin beendete Schwangerschaft bei den Müttern zeitweise ein gewisses Gefühl der Leere hinterlässt - und das fest vor den Bauch gebundene Baby im Tragetuch zu einer Art 'Wiedervereinigung' von Mutter und Kind führt.

...und auch für Väter ist das Tragen des Nachwuchses ein echtes Geschenk - da sie ja im Rahmen der klassischen Rollenverteilung häufig leider immer noch weniger Zeit mit ihren Babys verbringen können als die Mutter - und so auf angenehmste Weise über engen Körperkontakt die Bindung nachhaltig fördern und vertiefen können.


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05.05.2020 18:04 | Kommentare 0
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